Wir brauchen Ferien – ein Gedicht 

Wir brauchen Ferien – ein Gedicht 

Wir brauchen Ferien
 
Endlich sind die Ferien da.
Sind Sie nötig, aber klar!
Denn nach der langen Ausruhzeit,
Sechs Wochen Sommer-Laune-Heiterkeit,
Ist’s schon schwer, sich zu konzentrieren,
Und Tag für Tag nach vorn zu stieren.
Jetzt hieß es nun: Volle Tafel, leeres Heft,
Das darf nicht sein, her mit dem Stift.
 
Erstmal ne riesen Erörterung schreiben,
Warum Reifen und Boden so gut aneinander reiben.
Binomische Formeln hängen mir aus dem Hals.
Und dann lerne ich noch so nen Schmalz.
Wieder ein seitenlanger Übersetzungstext.
Musst tausendmal nachschlagen, bis du den Satz checkst.
Niemand fragt mich später nach ,,asinus “,
Doch leider gibt es in jedem Fach so nen Stuss.
 
Jedes Jahr aufs Neue die Ostergeschichten.
Wie soll ich da auf 5-Minuten-Pausen verzichten?
Muss ich einen Vogel an den Füßen erkennen?
Muss ich zichmal im Regen um den Pichtplatz rennen?
Wozu benötige ich eine Redoxreaktion?
Wann saß Ludwig XII. auf dem Thron?
Solche Sachen interessieren doch keinen,
Wenn ich sowas lern, könnte ich glatt weinen.
 
Ich frag mich, warum findet der Lehrer mein Bild beschissen?
Das ist abstrakte Kunst, das sollte er doch wissen!
Wenn ich in Englisch am Ende das ,,S” vergesse,
Hör ich vom Lehrer nur :,, He/she/it-Gesetze”
Dann soll ich noch uralte Lieder singen.
Da würd doch jeder Trottel lieber aus dem Fenster springen.
Städtenamen bis in die Nacht,
Klar, wenn man am Morgen zu spät erwacht.
Wer hat sich das ausgedacht?
 
Hausaufgaben vergessen und gleich nen Eintrag kassiert,
Verständlich, warum man noch irgendetwann kreppiert.
Zwischendurch benötigt man Erhohlungsphasen.
Man kann nicht ständig nur in die Schule rasen.
Und auch wenn ihr die Schule nicht vermisst
Und gern den ganzen Stoff vergisst,
Wünscht euch der ZEIGEFINGER-BLOG schöne Ferientage,
Bis man uns zurück vor die Tafel jage.
 
Eure Nora Nelson

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