“Hab ewig meinen Arsch…” – Neuinterpretation der Existenzkrise Fausts

“Hab ewig meinen Arsch…” – Neuinterpretation der Existenzkrise Fausts

Faust hat ein Problem. Ein existentielles Problem. Doch was genau ist eine Existenzkrise? Und wie versucht Faust, diese zu lösen?

In der 11. Klasse behandeln wir zur Zeit Goethes Meisterwerk der Klassik: “Faust I”. Und um Fausts Ausgangslage besser zu verstehen, haben wir die Verse 354 bis 385 ein wenig abgewandelt…

 

Hab ewig meinen Arsch auf der Schulbank gedrückt,

bin nicht schlauer jetzt, noch eher verrückt.

Denn eine Frage ergibt zwei Neue,

vielleicht weil ich die Antwort scheue.

Es wär so  geil, alles zu wissen,

doch durch Denken krieg ich nichts geschissen.

Antworten durch Drogen, wenn es richtig klatscht,

vielleicht mein Gehirn nur zermatscht.

Doch erstmal drin die Pille,

hoff ich, dass ich nicht einfach chille.

-Richard Schmidt

 

Hab mir jahrelang den Arsch aufgerissen

Nur um letztendlich nix zu wissen!

Hab fancy Namen, Magister, Doktor

Und bin so dumm wie je zuvor

Hab zwar nen monstermäßigen IQ

Doch geben tausend Fragen mir keine Ruh

Ach ich Vollidiot!

Ich wünschte ich wär tot!

Drum mein letzter Ausweg die Magie

Studiere sieben Bücher wie noch nie

Voller Verzweiflung verschluck ich jedes Wort

Harry Potter, gib mir die Antwort!

– Jacob Wohllebe

 

So’n Scheiß, wozu hab ich Philosophie und Jura studiert?

Ich hab es auch mit Medizin und Theologie probiert.

Jedoch weiß ich auch danach nicht viel mehr.

Den Mist wusste ich doch schon, also woher?

Wer nennt sich denn heute noch Magister?

Das Wort findet man nicht mal im Register…

Meine Schüler verarsche ich vorn und hinten.

Ist mir aber egal, wie die das finden.

Ich bilde mir nicht ein, ich wäre eine bessere Person,

aber mehr wissen tu ich schon.

Ich hab kein Money, ich hab kein´ Besitz.

So langsam kommt mir das vor, wie ein schlechter Witz.

Nichtmal ein Hund will bei mir wohnen.

Jedoch kann ich mich bald mit der Magie belohnen.

Vielleicht kann ich dann mal mit nem Geist talken.

Und intelligenter durch das Leben walken.

Manchmal hab ich keine Ahnung von Allem,

Da muss ich mit leeren Worten um mich knallen.

Jedoch muss ich dann echt lang denken.

Zum Schluss kann ich mir eh jede Line schenken.

– Michel Helmig

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