Nachtrag zum Artikel über Mobbing und Amokläufe an Schulen

Nachtrag zum Artikel über Mobbing und Amokläufe an Schulen

“Ich knall euch ab” (M. Rhue) – Schulamokläufe

 

“Natürlich ist nicht jeder Gamer amokgefährdet und nicht jedes Mobbingopfer wird zum Attentäter. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Es hängt auch davon ab, wie stabil eine Person im mentalen Bereich ist. Und wie die Probleme in der Schule sowie mit Gleichaltrigen in der Schule oder in Peer Groups aufgefangen werden.” (M. Kannenberg)

Hier geht’s zum Artikel!

Dies ist ein Zitat aus unserem Artikel rund um das Jugendbuch “Ich knall euch ab” von Morton Rhue bzw. über unsere damit verbundene durchgeführte Umfrage. Im Nachhinein oder währenddessen machten sich manche Schüler noch Gedanken über diese traurige, aber gegenwärtige, Problematik.

 

Drei Ursachen lassen sich als Parallelen bei Schulamokläufen immer wieder feststellen:

1. Die Täter wurden gemobbt.

 

2. Die Täter hatten familiäre Probleme.

 

3. Die Täter hatten Zugang zu Waffen und Ballerspielen.

 

Es entstanden folgende Gedanken einer Schülerin über das, was vielleicht in den Köpfen der Täter bei Schulamokläufen vorgegangen sein könnte:

 

 

Es lässt dich nicht los (Hannah S.)

 

Es lässt dich nicht los,
dieses Leiden, diese Trauer, das ist alles zu groß,
zum Denken, zum Handeln, zum Glücklichsein.
Du hast die ganze Zeit nur ein Wort im Kopf und das ist „NEIN“,
du kannst nicht mehr, du willst nicht mehr,
es ist, wie wenn du mit Sachen im Eis einbrichst,
es ist alles zu schwer,
wie wenn dich das unsichtbare Seil fesselt,
wie wenn du den Revolver im Genick spürst,
wie wenn du ihn selber hältst,
dein Blut ist nicht mehr erstarrt, es ist heiß,
du fühlst dich stark und sagst: „Seil reiß“,
jetzt hast du wieder die Macht,
und hältst alle in Schach,
du bist die Entscheidung in Person,
wie der Kaiser in Rom auf seinem Thron,
wer stirbt und lebt, entscheidest du,
nur ganz allein mit deiner Crew.

 

Und so endet auch dieser Beitrag noch einmal mit demselben Appell wie der Ausgangsartikel:

 

“[Jeder] sollte I…I einmal in sich gehen und überlegen, ob er jemand anderen, vielleicht auch
unbewusst, psychisch verletzt und damit so eine Art Ausweglosigkeit bei demjenigen erzeugt!
Und wir sollten alle die Augen und Ohren öffnen, um Menschen, die sich vielleicht auf diesem Weg der Ausweglosigkeit befinden, unsere Hilfe anbieten zu können.” (M. Kannenberg)

 

Euer Zeigefinger-Team

Illustrationen: Indra M., 10b

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