Eine Winterparty? Ja. Ein Winterball? Nein…

Eine Winterparty? Ja. Ein Winterball? Nein…

Meine Meinung zum “Winterball 2018”

Der 19. Januar: Tag des alljährlichen Winterballs des EVSZ, organisiert von den zehnten Klassen des Gymnasiums. Für viele Leute war der Abend gelungen, für mich war er gelaufen.

Beim letzten Winterball war ich leider krank, weswegen ich noch gar keine Vorstellung davon hatte, wie das aussieht.. Ich kannte grob den Ablaufplan: Ein kleines Programm, schöne Kleider, schöne Mädels, schicke Jungs, tanzen und tanzen und trinken, nicht nur, aber hauptsächlich Alkohol.

Zumindest waren das die Dinge, die ich bislang so beschrieben bekommen habe. Um mir nun doch mal selbst ein Bild zu machen und weil es irgendwann auch mal dazugehört, habe ich mich letztendlich dafür entschieden, den Schützenberg in Mühlhausen in jener Nacht (*Blitzgewitter*) zu besuchen. Duschen, Haare machen, Kleid anziehen (extra neues gekauft!) und dann…

Wie die Probleme anfingen…

Da kam man schon eine halbe Stunde später als eigentlich Einlass ist und dennoch gab es eine ellenlange Schlange von Schülern, die in der Kälte standen und darauf warteten, endlich ins Warme zu hüpfen, trotz schon vorher gekauften Karten. Wer Glück hatte, bekam auch noch ein Bändchen, die waren nämlich auch zu knapp, weswegen manche dann gar keines ihrer Altersklasse entsprechend hatten – nicht gut vorausgeplant.

Wenn man dann doch den Schritt durch die erste Tür geschafft hatte, kam es zur Security. Die bestand, soweit ich es mitbekommen habe, aus mindestens zwei Leuten. Für – wie viele waren anwesend? Über hundert sicherlich!

Und sich langsam häuften…

Muttizettel. Tja… Vielen wurde nur mitgeteilt, dass Leute BIS 16 Jahren einen Muttizettel brauchen, aber nicht, dass in Wirklichkeit ALLE unter 18-Jährigen einen benötigen. Der Einlass dauerte damit noch viel länger, weil die Security WhatsApp-Nachrichten an die Eltern verschickte und denen mitteilte, dass trotz keines (richtigen) vorhandenen Muttizettels die Kinder nun eingelassen werden.

Als das Programm anfing, bekamen viele nur die Hälfte mit. Glück hatten die Leute, die weiter vorne saßen, denn irgendwie kam der Ton der Mikros nicht so wirklich an. Während die Moderation zu leise war und oft kaum verständlich, so waren die Instrumente der Band zu laut und der Gesang der Mädels ging oftmals unter, was sehr schade war.

Nebenbei saß bei mir am Nachbartisch eine Person, die wohl schon einiges getrunken hatte. Da wurden Namen gegrölt und „AUSZIEHEN“, als drei Mädels singen wollten. Nicht nur unangebracht, sondern auch durchaus störend für mich und offensichtlich peinlich für die Begleitung des jungen Herren. Alles andere als eine schöne Erinnerung.

Und noch immer nicht vorbei waren…

Sobald das Programm beendet war, begann die Musik zu spielen. Musik… Tja, das ist eine andere Sache. Sicherlich, nicht jeder hat den gleichen Geschmack und es gibt etliche Musikrichtungen.  Ich jedoch hatte eigentlich vor zu tanzen, besonders nachdem ich zum ersten Mal in meinem Leben von jemand anderem als einem Familienangehörigen aufgefordert wurde. Das Resultat war jedoch, dass ich steif auf der Tanzfläche stand, versuchte, nicht andere Leute anzurempeln und gleichzeitig nicht in dem ganzen Mitgegröle und Mitgesinge taub zu werden.

Für mich war die Musik zu laut, der DJ noch lauter und generell die Musikauswahl eine Katastrophe. Keines der Lieder hatte einen schönen Rhythmus, zu dem man gut hätte tanzen können (also klassische Tänze). Stattdessen war es mehr eine Party. Jugendliche mit den Flaschen und Gläsern auf der Tanzfläche, jubelnd und Hüften schwingend. Zugegeben: Ich war auch nicht lange da. Nach etwa drei Stunden habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten und bin gegangen. Geflüchtet, zum Bahnhof, um endlich nach Hause zu kommen. Die Zeit, die ich dort verplempert habe, hätte ich so viel besser nutzen können.

Nach dem Winterball habe ich mich noch mit mehreren Leuten unterhalten. Zumindest viele der erwachseneren Generation fanden die Musik ebenfalls nicht berauschend, meinten jedoch, es wäre kurzzeitig etwas besser geworden.

Bis man es sich ganz versaut hat…

Dumm nur, dass sich noch ein Problem mit der Musik nun am Ende ergab: Der DJ hatte wohl die Hintertür offen gelassen und die Nachbarn hatten eine Partybeschallung?! Ebenso wurde Alkohol von der Bar gestohlen, Gläser heruntergeschmissen (ein paar Mal kann das ja aus Versehen passieren, aber… ), eine Blutspur hat sich wohl irgendwann auf dem Boden entlang gezogen und der Schützenberg will momentan den Saal NICHT noch einmal an das EVSZ vermieten?!

WARUM?!

Als ich das ganze gehört habe, war ich echt froh, dass ich so früh gegangen bin und mir den Rest erspart habe. Ich bin sicher, dass der Winterball auch so seine guten Seiten hatte, nur leider für mich eher weniger. Bislang bleibe ich bei meiner Meinung: Das war mein erster und einziger Winterball, an dem ich teilnahm und teilnehmen werde.

 

PS: Ich versuche mich genauer zu informieren und demnächst einen Beitrag mit aktuelleren Informationen zu geben – mit Wahrheiten und Fakten dann, nicht nur mit Dingen, die ich so mitbekommen habe bzw. die erzählt wurden. Also schaut ab und zu wieder rein, wenn ihr wissen wollt, ob der Winterball nun in Gefahr ist – oder sogar Abibälle?

 

Charlie Fitzgerald

6 Gedanken zu „Eine Winterparty? Ja. Ein Winterball? Nein…

  1. Sehr gute Summary, props an dich!

    Fand es sehr schade, dass man von dem Programm nur so wenig mitbekommen hat weil die Dj-Crew zu unfähig waren die Stimmen lauter zu machen OHNE dass gleich ne immense Rückkopplung (fiepen) entsteht.

    Das Programm (also das was ich gehört habe) fande ich gut gestaltet, die Band spitze, die Tänze spitze, die Moderation spitze.
    Ich habe den allergrößten Respekt vor allen, die auf der Bühne standen.
    Aber über den Rest brauchen wir nicht sprechen.

    1. Die Moderation habe ich leider, wie oben schon angemerkt, gar nicht wirklich verstanden, also kann ich das nicht beurteilen. Aber ich stimme bei den Tänzen und der Band zu. Ich fand es beeindruckend, dass sich Schüler so auf die Bühne stellen und als Band spielen. 🙂

  2. Also ich weiß ja nicht, was eure Vorstellungen waren, aber nach deinem wolltest du eine echt langweilige Feier. Ich meine, die Musik war zu laut und ich wollte klassische Musik, klingt ja nicht gerade nach Spaß für einen Teenager. Klar, hatten wir vieles nicht im Griff, aber wie sollten wir das denn alles alleine Regeln? Wir hatten sowas noch nie selbstständig organisiert und Hilfe oder Auskunft von den Lehren wurde schlecht geleistet. Wir haben uns verdammt nochmal echt Mühe gegeben, obwohl wir keine Erfahrungen hatten und nur weil wir euren Vorstellungen nicht gerecht wurden, müsst ihr jetzt hier so über uns herziehen? Find ich echt schade, denn wir Schüler können echt wenig dafür, dass sich dort die meisten nicht benehmen konnten. Im übrigen wurde die Security von Herr Singer (unser Vermieter) bereit gestellt, weil er meinte er kümmere sich darum. Und die Muttizettel sollten auch nur bei Leuten unter 16 Jahren dabei sein, aber die Security war in diesem Punkt einfach sehr inkompetent. Ich find’s einfach schade, dass wir jetzt so voll gemotzt werden und uns auch die Schuld gegeben wird, dass der Vertrag von den 12 Klässlern angelehnt wurde. Wir können nix dafür, dass manche Schüler keine Erziehung erfahren haben und das die Lehrer uns nicht sachgemäß begleitet haben und die Security ihre Aufgabe richtig gemacht hat. Sicher haben wir Fehler gemacht, aber organisiert ihr erst mal einen Winterball.

    P.S.: Wäre es traditionell gewesen hätten alle rumgemotzt, dass es zu langweilig war und wenn’s abgeht ist alles zu viel Party, also recht machen kann man es sowieso nicht machen.

    Du hättest wenigstens einen guten Aspekt bringen können.

    1. Liebe Tabea,

      Um deinen Kommentar ein wenig zu entschärfen und eventuelle Missverständnisse zu klären, erlaube ich es mir dir zu antworten. Zunächst einmal: Ich wollte keine langweilige Feier. Das habe ich nie behauptet. Dafür ist ja auch normalerweise das Programm und die Musik da. Nur leider war das Programm selten zu verstehen, wenn geredet oder gesungen wurde und die Musik war einfach nicht nach meinem Geschmack.

      Des Weiteren habe ich nicht behauptet, dass ich “klassische Musik” haben wollte. Ich habe lediglich erwähnt, dass ich mir gewünscht hätte auch einmal mehr ordentliche “klassische” Tänze (wie zum Beispiel Walzer, aber auch Disco Fox usw.) anwenden zu können. Solche kann man übrings auch sehr gut zu bestimmten aktuellen Liedern tanzen – nicht nur zu klassischen Tänzen. Das habe ich sowohl auf meinem eigenen Abschlussball als auch bei meinen Tanzstunden erlebt. Außerdem denke ich nicht, dass der Spaß an der ganzen Sache durch die Lautstärke der Musik geregelt wird. Lauter heißt nicht viel Spaß. Und für mich jedenfalls war es zu laut, meine Meinung.

      Du gibst selber zu, dass ihr vieles nicht im Griff hattet. Vielleicht hätte man dies besser managen können, in dem man mehr Gespräche führt und die Leute, mit denen man zusammenarbeitet, besser eine Vorstellung davon gibt, was man sowohl von ihnen erwartet, als auch das ihr euch genau anhört, was sie euch eigentlich bieten können.

      Natürlich kann ich nichts dafür, wenn ihr das Gefühl hattet, dass euch die Lehrer zu wenig Informationen gegeben haben und euch kaum geholfen haben bzw. helfen könnten. Aber wenn euch das aufgefallen ist – habt ihr es mal bei den Lehrern angesprochen. Zufällig habe ich nämlich den Winterball 2017 mitorganisiert und da haben uns die Lehrer super geholfen und helfen können.

      Man kann es nicht allen Leuten recht machen, das ist richtig. Und “wir” bzw. ich ziehe nicht über euch her. Ich sage lediglich meine Meinung und es ist eine Kritik, ein Kommentar. Zugegeben, ich hätte vielleicht mehr Verbesserungsvorschläge einbauen sollen, aber das hole ich ja gerade nach. Ich gebe zu, dass die Zwischenüberschriften vielleicht etwas scharf ausgefallen sind, aber ich habe wirklich versucht nicht beleidigend zu werden und es tut mir leid, wenn du es als solches empfindest.

      Ihr könnt nichts dafür, dass sich manche Leute nicht benehmen, richtig. Aber ihr wart auch für den Verkauf der Karten verantwortlich und von dem was ich gehört habe, habt ihr wohl mehr verkauft als eigentlich Platz war. Eventuell hätte man sich ein wenig Ärger mit den vielen Gästen ersparen können, wenn gar nicht erst so viele Leute gekommen wären. Es tut mir zwar leid für diejenigen, die dann nicht mehr reingekommen wären, aber man hätte es so vielleicht besser kontrollieren können.

      Beim nächsten Mal vielleicht einfach die Security versuchen selbst zu organisieren? Ich glaube nämlich das es auch da ein Problem der Kommunikation war. Herr Singer hatte sich um die Security gekümmert, und die Security hat nur getan, was eigentlich getan werden müsste. Das mit den Muttizetteln ist laut Jugendschutzgesetz nämlich leider so. Insofern man unter 16 Jahren ist ODER ein Jugendlicher UNTER 18 Jahren, aber eine Veranstaltung wie einen Ball, Festival, etc. länger besuchen will als 24 Uhr (und ich denke mal, dass so einige bis nach 24 Uhr geblieben sind), benötigt man einen Muttizettel. Demnach hat sich die Security nur nach dem aktuellen Jugendschutzgesetzen gerichtet, eigentlich. Demnach weniger inkompetent bei dem Muttizetteln, als einfach das aktuelle Gesetz beachtend.

      Das Problem, dass ihr, denke ich, jetzt habt, ist einfach, dass IHR für diese Veranstaltung verantwortenlich wart. Und wenn etwas schief geht, egal durch wen verursacht, wird immer auf denjenigen zurückgegangen, der es organisiert hat. Ihr haftet praktisch für die Sachen, die dort passieren. Deswegen müsst ihr jetzt darunter “leiden”.

      Wie wäre es, wenn ihr euch vielleicht mal zusammensetzt und eine Liste mit den Dingen macht, wo ihr euch erhofft habt, dass die Lehrer euch besser unterstützen? Vielleicht könnte es an diese weitergeleitet werden, so dass der nächste Winterball und die darauffolgenden zumindest davon profitieren können und die Lehrer könnten besser wissen, was sie ihren Schülern zumuten und wo sie sie besser unterstützen können.

      PS: Ich weiß. Vielleicht wäre ein kleiner Mix aber besser gewesen als nur Party, denn ich hatte das Gefühl, dass das hauptsächlich angesprochen wurden. Möglicherweise am Anfang mehr Lieder, zu denen man besser tanzen kann und später mehr wie Party?

      Zu dem guten Aspekt: Hätte ich, vielleicht. Aber letztendlich habe ich es nach meinem Gesamteindruck geschrieben und für mich persönlich war es kein besonders schönes Erlebnis. Wie wäre es, wenn du noch einmal die anderen Kommentare liest? Da ist auch was positives dabei und ich stimme in den Fällen sogar zu. 🙂

      Liebe Grüße
      Charlie

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