Brexit: Was das EU-Aus für die Briten bedeutet

Brexit: Was das EU-Aus für die Briten bedeutet

Am 23. Juni 2016 stimmte die Mehrheit der Briten mit 51,89% für den Austritt aus der EU. Welche Folgen das hat, lest ihr hier.

IMG_5038.JPGAm 23. Januar 2013 erklärte der damalige Premierminister David Cameron, dass er bei einem Wahlsieg spätestens 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU durchführen wolle. Allerdings wolle er zuvor über eine Reform, insbesondere in den Punkten Einwanderung und Souverenität, mit der EU verhandeln. Seit 2011 machte sich die Einwanderung stark in Großbritannien bemerkbar. Nach den Ankündigungen Camerons stieg der Zuspruch zur EU bis 2015.

Bei der Europawahl wurde deutlich, dass die Briten EU-skeptischer werden – so erreichte die EU-kritische UKIP 27,5% und wird somit die stärkste Kraft.

Nigel Farage, damaliger Parteivorsitzender der UKIP, machte im Wahlkampf auf sich aufmerksam und befürwortete den Brexit.

Boris Johnson, Bürgermeister von London, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle im EU-Aus. Auch er befürwortete den Brexit. Johnson äußerte unter anderem, dass die EU versuche, einen europäischen Super-Staat zu errichten.

Nachdem das Referendum am 23. Juni 2016 mit 51,89% für den EU-Austritt stimmte, waren die Auswirkungen dieses historischen Ereignisses sofort spürbar. Bereits vor dem Brexit wurde gewarnt, dass eine Millionen Jobs in Gefahr wären und die Wirtschaft sinken würde, wenn Großbritannien aus der EU austreten sollte. Einige reagierten auf diese Warnung, während wieder andere der Meinung waren, dass diese Aussage komplett übertrieben sei.

Am Tag, an dem das Ergebnis verkündet wurde, trat David Cameron von seinem Amt zurück. Zunächst vermutete man, dass Boris Johnson Premierminister werden wolle. Doch zu aller Verwunderung verschwanden die führenden Rollen der Leave-Kampagne für einige Tage von der Bildschirmfläche. Später erklärten beide, dass sie nicht wussten, welche Auswirkungen der Brexit hätte und beide keine Verantwortung übernehmen würden.

Binnen weniger Tage unterschrieben 3,5 Millionen Briten eine Online-Petition, welche ein zweites Referendum wollen. Es wurde deutlich, dass vor allem die jüngeren Bürger für den Verbleib in der EU gestimmt haben. Einige stimmten sogar für ein “Unabhängiges London”, was bedeuten würde, dass Großbritannien aus der EU austreten, aber London verweilen würde. Tausend Menschen demonstrierten gegen den EU-Austritt. Nicola Sturgeon möchte in Schottland ein eigenes Referendum durchführen und notfalls unabhängig von Großbritannien werden.

Auch die Wirtschaft reagierte. Der Kurs für den Pfund fiel auf ein Rekordtief, während der Wert für Gold durch die Decke schoss. George Osborne sprach sich für niedrigere Steuern für Banken und Firmen in den UK aus und sagte, dass andere Steuern erhöht werden müssen.

Autor: Isabell Scholz

Foto: Wencke Lieber  (“Wencke Lieber” / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de)

 

 

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