Brand am Lindenbühl

Brand am Lindenbühl

Vergangenen Freitagabend brannte, wie vielen schon bekannt, das Eckhaus in der Wanfrieder Straße 201-203, ehemals C. Schröder. Das Feuer war so verheerend, dass die Flammen meterhoch stiegen und der Rauch bis zum Löwen zog. Schnell breitete sich der Brand auf die Nebenhäuser aus, doch zum Glück kam die Mühlhäuser Feuerwehr zwei Minuten nach dem Notruf und konnte somit 14 Menschen und eine hilflose Katze aus dem brennenden Haus retten. Sieben davon mussten wegen einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus, doch jetzt sind wieder alle gesund, aber leider nicht besonders glücklich. Bis in den nächsten Nachmittag mussten die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle bringen und aufgrund der Einsturzgefahr hat ein Abrissunternehmen große Teile des Gebäudes entfernen müssen.

Der Schaden beläuft sich wohl auf 400.000 Euro und die dort wohnhafte Familie mit acht Kindern ist erstmal im Sporthotel untergebracht worden. Schon am Samstag zeigte Mühlhausen seine große Hilfsbereitschaft, denn im Internet wurde sofort zu Spendenaktionen aufgerufen, darunter zu einer Sach- und Kleiderspende im Mehrgenerationenhaus. Außerdem wollen viele Vereine und Schulen spenden, wofür die Stadt Mühlhausen ein Spendenkonto eingerichtet hat. Auch ihr habt die Möglichkeit, dort etwas zu spenden.

 

Konto: 9001291055

BLZ: 82056060 (Sparkasse Unstrut-Hainich)

Verwendungszweck: Wohnhausbrand Mühlhausen

 

Noch ist die Ursache nicht bestätigt worden, doch die Polizei geht von Brandstiftung aus, da mehrere Brandausbruchstellen und brandfördernde Substanzen gefunden wurden. Neben dem Haus war eine islamische Gebetsstätte, die von dem Feuer leicht in Mitleidenschaft gezogen worden war, weshalb auch der Staatsschutz in dieser Angelegenheit ermittelt, doch Beweise für ein politisches Tatmotiv gibt es noch nicht.

Hier nochmal ein Dank an die Beamten und Helfer, die durch ihr schnelles Handeln Schlimmeres verhindern konnten und an die hilfsbereiten Bürger, welche die Familie so tatkräftig unterstützen. Nur die Frage ist, was ist schlimmer? Dass ein Gotteshaus Schäden von sich trug oder dass eine Familie ihr Dach über dem Kopf verloren hat? Egal wofür man sich entscheidet, das waren besonders dunkle Stunden in der Mühlhäuser Stadtgeschichte.

Nora Nelson

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.