Der Wolf – gefährlich oder nicht?

Der Wolf – gefährlich oder nicht?

Hier findet ihr erstmal eine Geschichte zum Thema WOLF: “Wolfskäppchen“. Nun der Bericht:

Wild, gefährlich, unzähmbar. Eine wilde Bestie. Das denken die meisten, wenn sie einen Wolf sehen. Aber das stimmt nicht alles. Der Wolf ist ein Tier, das meist in einem falschen Licht dargestellt wird. Retten wir sein Image! In diesem Text findet ihr Fakten und den Verlauf seiner Geschichte.


Der Wolf, auch bekannt als Canis Lupus (bei den Lateinern), ist ein Raubtier aus der Familie der Hunde. Hunde sind im Grunde nur gezähmte Formen des Wolfs und je nach Rasse sind kaum Unterschiede festzustellen. Genau dein Hund könnte genauso durch die Wälder streifen und heulen. Wölfe heulen den Mond aber nicht wirklich an. Heulen ist zusammen mit einer Reihe anderer Laute fester Bestandteil der Kommunikation des Wolfes. Diese kann wie beim Menschen in Laute (z.B. Knurren oder Bellen) und Gesten (z.B. Mimik und Körperhaltung) unterteilt werden.

Wölfe leben in einem Rudel, ernähren sich von großen Huftieren und bekommen im Jahr ein bis zwölf Junge. Aber trotz des Raubtieres steckt doch etwas Gutes in ihnen. Vor etwa einhunderttausend Jahren waren sie in ganz Europa, Teilen Asiens, Japan und in Nordamerika verbreitet. Aber sie wurden in Mythen und Märchen zu einem Feindbild aufgebauscht. Das meiste ist sehr übertrieben, denn sie haben mehr Angst vor uns als wir vor ihnen. Also hat Rotkäppchen gelogen und alles mit ihrer Oma erfunden. Dadurch wurden die Wölfe Anfang des 19. Jahrhunderts so stark verdrängt, dass sie in West- und Mitteleuropa sowie in Japan fast komplett ausgerottet wurden. Deutschland gilt seit etwa 1850 als weitestgehend wolfsfrei.

Seit den 1970er Jahren engagiert sich der WWF für die Wölfe in Europa. Gemeinsam mit dem WWF Polen, dem WWF Österreich und dem WWF Schweiz unterstützen sie aktiv den Schutz des Wolfes und arbeiten mit anderen WWF-Büros für den Erhalt dieser Art.

Sogar unsere Schule hat sich auch mal mit Wölfen befasst. Vor ca. eineinhalb Jahren gab es den ,,Wolfsclub“, geführt von unserer ehemaligen Lehrerin Frau Tittelbach-Helmrich. Es gab zwar nur ungefähr zehn Mitglieder, aber sie stellten sogar in der Projektwoche 2014 ein eigenes Projekt vor. Ebenso drehten sie ein Wissenvideo, ,,Alles live“, während der Woche, welches großen Anklang bekam. Leider löste sich die Gemeinschaft bei dem Verlassen der leitenden Lehrerin auf.

Fast 100 Jahre vergingen, bis sich im Jahr 2000 wieder ein erstes Wolfspärchen aus Polen in Ostdeutschland angesiedelt hatte und Junge bekam. Derzeit gibt es in Deutschland mit etwa 12 Rudeln und einem weiteren Wolfspaar insgesamt wieder ca. 100 Wölfe, die hauptsächlich in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie vereinzelt in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen vorkommen. Zusammen mit den wenigen Wolfsrudeln in Westpolen zählen sie zu einer der kleinsten Wolfspopulation in Europa. Wenn ihr mal einem Wolf begegnet, die Wahrscheinlichkeit ist leider sehr gering, solltet ihr euch ruhig verhalten, denn wenn ein Wolf sich beobachtet fühlt, verschwindet er meist von allein.

Die meisten Menschen freuen sich über die Rückkehr des Wolfes, aber es gibt auch noch Zweifler. Die Wölfe tun dem Ökosystem sogar gut, denn sie halten die Huftiere in Schach und sind in dem Bereich unsere persönlichen Förster. Wir hoffen, dass für euch der Wolf jetzt nicht mehr der menschenfressende Unhold ist und dass ihr vielleicht sogar durch Spenden, an den WWF zum Beispiel, ein bisschen dem Wolf beim Einleben helfen könnt.

Text von Nora Nelson

 

Link: WWF

Quelle

 

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